Weißlicher Keulengallertpilz (Tremellodendropsis tuberosa)Der gestrige Ortstermin mit Georg Wenger von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Aichach-Friedberg und Martin Braun vom Landschaftsarchitekturbüro Eger & Partner in Augsburg bei den Kissinger Bahngruben verlief positiv. Wir haben vereinbart, dass die Grau-Erlen (Alnus incana) im Fundbereich des Weißlichen Keulengallertpilzes (Tremellodendropsis tuberosa) auf den Stock zurückgeschnitten und nicht wie die Weidenbüsche (Salix sp.) inklusive den Wurzelstückstöcken entfernt werden. So ist im Falle einer Ektomykorrhiza der Baumpartner nach wie vor am Leben.

Die Arbeiten wurden durch einige Arbeiter sowie mit Hilfe eines Minibaggers ausgeführt und waren bei meiner Ankunft bereits voll im Gange. Der Fundbereich war dank Julia Kruses im Vorfeld übermittelter Fundskizze markiert und ausgespart worden, bis besprochen wurde, wie zu verfahren ist.

Sanddorn-Feuerschwamm (Fomitiporia hippophaëicola)Nach Besichtigung der südlichen Bahngrube mit den Sanddornbüschen und der Population des Sanddorn-Feuerschwamms (Fomitiporia hippophaëcola) wurde jedoch gegen eine Anpflanzung entschieden. Zum Erhalt des Sanddornbestands soll die Naturverjüngung ausreichen, die eingestreut bei den Gruppen und teils truppweise am Rand der Grube zu sehen war, wenngleich mit Verbissspuren durch Hasen. Eine Gruppe junge Sanddorne in dem Areal musste in den zurückliegenden Jahren zu Gunsten der Orchideen entfernt werden. Dafür konnten wir uns darauf verständigen, das Totholz überalterter Sträucher als Substrat für den Schwächeparasiten vor Ort zu belassen. Es soll an einer Stelle aufgehäuft werden, damit zugleich die Jungpflanzen besser vor Verbiss geschützt sind.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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