• Myxomphalia_maura_2006-12-14_1Ältere Fruchtkörper
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_2Jüngere Exemplare
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_3Habitat: alte Brandstelle
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_4Sporen
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_5Lamellentrama
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_6Basidien und Schnallen

Funddaten

Bestimmung: Myxomphalia maura (Fries 1821 : Fries 1821) Hora 1960   Funddatum: 14.12.2006   Fundort: D – BY – Schwaben – Lkr. Donau-Ries – Mertingen – Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: 430 m   Ökologie: alte, bemooste Brandstelle in einem Fichtenforst (Picea abies) auf sandigem und saurem Boden; vergesellschaftet mit dem Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 12–45 mm im Durchmesser, 4–9 mm hoch, genabelt, später trichterförmig und wellig verbogen, Rand in allen Altersstufen umgebogen, fast bis zur Mitte durchscheinend gerieft, fettig glänzend, leicht klebrig, hygrophan und von der Mitte aus strahlenförmig ausblassend, Huthaut abziehbar und dehnbar, graubraun mit dunkelbraunem Zentrum

Lamellen: gedrängt, untermischt, breit angewachsen bis kurz herablaufend, weiß bis schmutzig weißlich

Sporenpulverfarbe: weiß

Stiel: 28–50 mm lang, 1,5–4 mm dick, glänzend, braun bis dunkelbraun, am Hutansatz heller und mit weißen, kurzen Härchen besetzt

Fleisch: glasig, saftig, brüchig-faserig, ausgefüllt

Mikroskopische Merkmale

Hyphen: mit Schnallen

Lamellentrama: regulär

Basidien: 18–20,5–22 x 5–6–7 µm; keulig, 4-sporig, mit Basalschnallen und Öltröpfchen

Sporen: 5,5–6–7 x 3–4,5–5 µm; breit-elliptisch, glatt, hyalin, meist mit Öltröpfchen, amyloid

Cheilo-Zystiden: keine gefunden – sollen aber lt. Literatur vorhanden sein

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 393.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 399−400.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 484.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 473−474.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

Zum Porträt...

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

Zum Porträt...

Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

Zum Porträt...

Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

Zum Porträt...

Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

Zur Buchbesprechung...

Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

Zur Bauanleitung...

Zum Seitenanfang