• Craterellus_lutescens_2007-07-16_1Junge Fruchtkörper
  • Craterellus_lutescens_2007-07-16_2Zweite Gruppe
  • Craterellus_lutescens_2007-07-17_1Faltig-aderiges Hymenophor
  • Craterellus_lutescens_2007-07-20_1Wuchs an morschem Holz
  • Craterellus_lutescens_2007-11-10_1Alte Exemplare
  • Craterellus_lutescens_2007-11-10_2Krauses, aderiges Hymenophor

Funddaten

Bestimmung: Craterellus lutescens (Persoon 1801 : Fries 1821) Fries 1838 (nom. cons.)   Funddatum: 16.7.2007   Fundort: D – BY – Schwaben – Lkr. Donau-Ries – Mertingen – Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: ca. 410 m   Ökologie: junger Fichtenforst auf sandigem, sauren und staunassen Boden (Schilfbewuchs und Torfmoos (Sphagnum sp.) in unmittelbarer Nähe); unter Fichten (Picea abies) auf dem mit Nadelstreu bedeckten Boden, aber auch auf morschem Nadelholz

Merkmale

Hut: 1–26 mm im Durchmesser, ±1 mm dünn, nahtlos in den Stiel übergehend, jung gerade ausgebreitet bis gewölbt und schuppig, bald schon gelappt, ausgeprägt wellig-verbogen und verkahlend, zentral zunächst genabelt, dann durchbohrt, am Rand angedrückt fein-schuppig und fransig, braun bis schwarzbraun, zart durchscheinend orange 

Hymenophor: faltig-runzelig, ohne ausgeprägte Leisten, gelb-rosa

Stiel: 10–40 mm lang, 1–10 mm dick, unregelmäßig verdreht-knotig, oft bauchig, hohl und wattig ausgefüllt, gerne büschelig-rasig verwachsen, innen cremefarben, außen orange-gelb, basal weiß

Geruch: angenehm nach Mirabellenfrüchten

Anmerkungen

Artabgrenzung

Sehr ähnlich sieht der „gewöhnliche“ Trompetenpfifferling aus, der jedoch auf der Hutunterseite deutlich ausgeprägte Leisten aufweist. C. lutescens hat dagegen eine glatte bis faltige, im Alter allenfalls aderige Unterseite. Typisch sind zudem die gelb-orange gefärbten Stiele. Zwar kann auch C. tubaeformis Fruchtkörper mit gelben Stielen bilden, aber stets ohne orangen Farbton. Neben der Typusvarietät kommen auch blasse Exemplare oder solche ohne gelbes/oranges Pigment (Stiel und Hutunterseite weiß) vor, die von einigen Autoren als Varietät axanthus abgegrenzt werden.

Bildmaterial

Die Beschreibung bezieht sich auf die jungen Fruchtkörper auf Bild 1–4. Das zusätzliche Bildmaterial soll die Variabilität dieser Art veranschaulichen.

Literatur

  • Jülich, W. (1984): Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze. Kleine Kryptogamenflora, Bd. IIb/1. Basidiomyceten, 1. Teil. Gustav Fischer, Stuttgart/New York: 63–64.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2000): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 2. Ständerpilze: Leisten-, Keulen-, Korallen- und Stoppelpilze, Bauchpilze, Röhrlings- und Täublingsartige. Eugen Ulmer, Stuttgart: 8–9.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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