• Hygrocybe_reidii_2008-08-23_1Einzelfruchtkörper
  • Hygrocybe_reidii_2008-08-23_2Auffallend gelappter Hutrand
  • Hygrocybe_reidii_2008-08-23_3Gewellte, verbundene Lameletten

Funddaten

Bestimmung: Hygrocybe reidii Kühner 1977 ('1976')   Funddatum: 23.8.2008   Fundort: D – BY – Oberbayern – Lkr. Starnberg – Gauting, OT Buchendorf – Forstenrieder Park, Eichelgarten   Messtischblatt: 7934/2.3.4   Höhe über NN: ca. 600 m   Ökologie: ehemalige Huteweide, im ungemähten Bereich am Waldrand

Merkmale

Hut: 22–33 mm im Durchmesser, rund, Rand ausgeprägt gelappt, Lappen abgestuft und bis zu 3 mm lang, flach gewölbt, Oberfläche trocken und matt, eingewachsen radialfaserig, zentral etwas filzig bis anliegend geschuppt, leuchtend orange-rot, hygrophan, trocken gelb-orange ausblassend

Lamellen: breit angewachsen, mit Zahn herablaufend, bauchig, untermischt, jeweils eine fast komplett vom Stiel bis zum Lappenrand durchgehende Lamelle, dazwischen kürzere und weniger tief nach unten hängende Lameletten, gerne geschlängelt oder querverbunden, wachsartig brüchig

Stiel: 40–50 mm lang, 4–6 mm dick, mittig etwas schmächtiger, geschwungen oder gebogen, basal verwachsen sowie schmutzig weiß filzig, fein längsfaserig (10x-Lupe), apikal im Alter etwas gefurcht, unregelmäßig zylindrisch bzw. zusammengedrückt

Fleisch: dünn, gelb, im Stiel hohl

Geruch: im ersten Moment honigartig, dann neutral, nach dem Dörren deutlich nach Honig

Literatur

  • Boertmann, D. (2010): The genus Hygrocybe, 2nd ed. Fungi of Northern Europe, Vol. 1. Svampetryk, Tilst (DK): 102–103.
  • Candusso, M. (1997): Hygrophorus s. l. Fungi Europaei, Vol. 6. Edizioni Candusso, Alassio: 534–538.
  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 137.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 274.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 76.
  • Ludwig, E. (2012): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 3. Die übrigen Gattungen der Agaricales mit weißem Sporenpulver. Fungicon, Berlin: 333–335.

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

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Doppelseite mit SteinpilzartenAndreas Gminders „Handbuch für Pilzsammler“ richtet sich an ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als ihre Funde mit den abgedruckten Fotos zu vergleichen. Die darin enthaltenen Bestimmungsschlüssel und Artporträts ermöglichen es den Leserinnen und Lesern rund 340 mitteleuropäische Arten anhand von Merkmalen und Lebensräumen zu bestimmen. Ist eine Art nicht enthalten, lassen sich die Funde oft für weitergehende Recherchen einer Gattung oder Artengruppe zuordnen.

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Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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