• Psathyrella_piluliformis_2008-05-03_1Büscheliger Wuchs
  • Psathyrella_piluliformis_2008-05-03_2Fruchtkörper mit Velumfasern

Funddaten

Bestimmung: Psathyrella piluliformis (Bulliard 1783 : Fries 1832) P.D. Orton 1969   Finderin: Bettina Hanitzsch   Funddatum: 3.5.2008   Fundort: D – BY – Schwaben – Kaufbeuren – östliches Wertachufer   Messtischblatt: 8129/2.1.2   Höhe über NN: ca. 750 m   Ökologie: auwaldähnlicher Uferstreifen auf kalkhaltigem Boden, unmittelbar neben dem Weg   Substrat: rings um den Stamm eines abgestorbenen Ahorns (Acer sp.) zwischen Grasbüscheln und Moos fruktifizierend

Merkmale

Hut: 11–26 mm im Durchmesser, unförmig rundlich, zentral abgeflacht, im Alter genabelt, feucht fettig glänzend, glatt mit einzelnen und radial ausgerichteten Fasern bedeckt, Rand faltig, vertikal nach unten gebogen und mit weißen Velumfasern gesäumt sowie spinnwebartig mit dem Stiel verbunden, braun mit rötlicher Farbkomponente, hygrophan, von der Hutmitte zum Rand hin ocker ausblassend

Lamellen: breit angewachsen, bogig, untermischt, hellgrau, hygrophan, weißlich ausblassend; Schneiden gleichfarbig und feinschartig

Sporenpulver: dunkel; Farbe konnte aufgrund der geringen Menge nicht ermittelt werden

Stiel: 42–45 mm lang, 5–7 mm dick, zylindrisch, gerade gestreckt bis unregelmäßig geschwungen, bis weilen verdreht, längs weiß überfasert auf hellbraunem Grund, basal büschelig verwachsen oder einzeln bei geselligem Wachstum

Fleisch: im Hut dünn, blass hellbraun bis weiß; im Stiel längsfaserig, hohl mit einer bis zu 1 mm dicken Wandung und weiß; Stiel- mit Hutfleisch verwachsen

Geruch: angenehm, fein würzig

Literatur

  • Gminder, G. et al. (2010): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 5. Ständerpilze: Blätterpilze III (Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 634−635.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 716.
  • Ludwig, E. (2007): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 2. Die größeren Gattungen der Agaricales mit farbigem Sporenpulver (ausgenommen Cortinariaceae). Fungicon, Berlin: 619−621.
  • Melzer, A. (2013): Provisorischer Schlüssel: Psathyrella. Stand 24.6.2014. Abgerufen am 11.7.2014.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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