• Cystodermella_granulosa_2012-10-11-1Gruppenfoto
  • Cystodermella_granulosa_2012-10-11-2Hutunterseite mit Lamellen

Funddaten

Kollektion: 10 Fruchtkörper   Bestimmung: Cystodermella granulosa (Batsch 1783 : Fries 1821) Harmaja 2002   Funddatum: 11.10.2012   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Donau-Ries − Mertingen − Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4   Höhe über NN: ca. 420 m   Ökologie: sandiger und saurer Boden, auf einer frisch geschlagenen Schneise in einer schon etwas rausgewachsenen Fichtenschonung (Picea abies), auf der Nadelstreu zum angrenzenden älteren Baumbestand, vergesellschaftet mit dem Stachelbeer-Täubling (Russula queletii)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 18−42 mm im Durchmesser, 7−14 mm hoch, stumpf kegelig, später flach ausgebreitet mit stumpfem Buckel, Rand mit etwas überstehender Huthaut und vergänglichen flockigen, weißlich bis blass cremefarbenen Velumresten besäumt, Oberfläche fein granuliert, Partikel zum Rand hin gröber werdend, rost- bis orangebraun gefärbt, in der Mitte dunkler

Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, bauchig, dünn, dicht gedrängt, Schneiden glatt und wie die Lamellenfläche blass cremefarben

Stiel: 35−47 mm lang, apikal 3−6,5 mm dick, basal 5−10 mm knollig verdickt und zum Hutansatz verjüngt, blass bräunlich, matt, mit flüchtiger flockiger Ringzone unter dem oberen Stieldrittel, darunter unregelmäßig flockig beschuppt, weißlich/blass cremefarben

Fleisch: sowohl im Hut als auch im Stiel voll und blass cremefarben, im Hut bis 8 mm dick, im Stiel längsfaserig mit 2 mm starker, hellbräunlicher Rinde, Huthaut weniger als einen halben Millimeter dick

Geruch: angenehm, fein säuerlich

Mikroskopische Merkmale

Cheilo-Zystiden: keine vorhanden

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 242−243.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 620.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 96−97.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 234−235.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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