• Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_01Standortfoto
  • Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_02Studiofoto
  • Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_03Rissige Hutoberfläche
  • Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_04Hutunterseiten mit Lamellen
  • Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_05Rotbraune Madenfraßgänge
  • Entoloma_cf_sepium_2013-05-20_06Fundort unter Spalieräpfel

Funddaten

Kollektion: 7 Fruchtkörper   Bestimmung: Entoloma cf. sepium (Noulet & A. Dassier 1838) Richon & Roze 1888   Funddatum: 20.5.2013   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Donau-Ries − Donauwörth-Rambergsiedlung − Tannenbergstraße   Messtischblatt: 7230/3.4.2   Höhe über NN: 433 m   Ökologie: Garten auf vermutlich kalkreichem und durch Mulch abgedeckten Boden, unter einer Spalieranpflanzung niederwüchsiger Apfelbäume (Malus sp.)

Merkmale

Habitus: ritterlingsartig (tricholomatoid) 

Hut: 24−26 x 68−85 mm breit, 11−22 mm, jung kegelig, später flach konvex mit zentralem Buckel, zuletzt an den Rändern wellig nach oben gewölbt, unförmig rundlich, bisweilen durch benachbarte Hüte verbogen/deformiert, zentral oder dezentral gestielt, Rand ungerieft, lange umgeschlagen, schließlich scharfrandig und dann gerne dunkelbraun gefärbt (Artefakt durch sonnig exponierten Standort?), Huthaut matt, fein radialfaserig eingewachsen, nicht die Lamellen überragend, mit zunehmendem Alter radialrissig, in der Mitte mehrere mm tief eingeschnitten, jung bräunlich-grau und später ockerbraun gefärbt

Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, gedrängt stehend, mit Lameletten untermischt, eher dünn, zunächst schwach und schließlich deutlich bauchig, Flächen fein aderig-runzelig, in Stielnähe gewellt und gerne zu mehreren verwachsen, jung blass grau, ein Drittel breit von der Schneide ausgehend durchfeuchtet und etwas dunkler, nach Sporenreife durch das ausfallende Sporenpulver mit rosa Beitönen, Schneiden glatt, teils dunkelbraun wie der Hutrand (Artefakt durch Trockenschaden?), sonst wie die Fläche gefärbt

Sporenpulver: rosa-bräunlich

Stiel: 5−8 cm lang, apikal 6−8 x 18−20 mm und basal 10−12 x 22−25 mm dick, zylindrisch, untere Stielhälfte manchmal gequetscht, längsfaserig, kaum verdreht, gerne gefurcht, geschwungen bis gekniet oder unregelmäßig gewellt, bis zu 3 Frk. basal miteinander verwachsen, schmutzig bis bräunlich weiß, an der Basis rein weiß

Fleisch: fest, kompakt, schnell madig, Fraßgänge braun verfärbt, aber ohne orange Töne; im Hut weiß, ohne ausgeprägte Faserrichtung, nahtlos in den Stiel übergehend, unter der Huthaut eine Nuance schmutzig weißlich/blass gelblich getönt

Geruch: unspezifisch, doch im Anschnitt nach Mehl bzw. Salatgurke

Anmerkungen

Untersuchte Kollektion

Mangels makrochemischen Farbreaktionen mit Anilin und Guajak blieb der Fund ungesichert.

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 494−495.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 554.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 4. Ständerpilze: Blätterpilze II (Hell- und Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 194−195.
  • Ludwig, E. (2007): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 2. Die größeren Gattungen der Agaricales mit farbigem Sporenpulver (ausgenommen Cortinariaceae). Fungicon, Berlin: 306−307.
  • Noordeloos, M. E. (1992): Entoloma s. l. Fungi Europaei, Vol. 5. Candusso, Saronno (I): 136−138.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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