• 2013-09-17_Inocybe_sp_1aRisspilz zwischen Sonnenröschen
  • 2013-09-17_Inocybe_sp_1bFrk. mit deformierten Hüten
  • 2013-09-17_Inocybe_sp_1cJung mit weißem Velum behangen.

Funddaten

Kollektion: 10 Fruchtkörper   Bestimmung: Inocybe cf. vulpinella Bruylants 1970   Funddatum:  17.9.2013 (Wiederfund vom 16.6.2013)   Fundort: D − BY − Schwaben − Augsburg-Firnhaberau − Firnhaberauheide, südlicher Teil   Messtischblatt: 7531/3.4.1   Höhe über NN: 463 m   Ökologie: Initialer Halb- bis Trockenrasen auf Kalkschotter mit dünner Lössauflage, teils vollständig ohne Oberboden mit blankem Schotter und lückiger Vegetation, sonnig exponierter Standort, gen Süden offen, westlich und östlich durch dichte stehende Bäume und Büsche gesäumt und im Norden durch die Lärmschutzwand zur Autobahn Stuttgart - München begrenzt; Fruktifikation inmitten von Kolonien des Gelben Sonnenröschens (Helianthemum nummularium) eingebettet in Langblättriges Tannenmoos (Abietinella abietina), im Umkreis wuchsen außerdem Nickendes Leimkraut (Silene nutans), Weidenblättriges Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare) und Dornige Hauhechel (Ononis spinosa). Etwa 8 m vom Fundort entfernt stand noch das ca. 2 m hohe Gebüsch einer Lavendel-Weide (Salix eleagnos)

Merkmale

Hut: (4−)11−31 mm breit, (2,5−)5−6 mm, gewölbt, rundlich, bisweilen etwas eingeschnitten, gerne auch wellig verbogen, insbesondere im Alter, bald flach ausgebreitet, Oberfläche rau, faserig-struppig, feinschuppig, teils schollig aufbrechend, rostbraun bis ockerbraun auf ocker-weißlichem Grund, Rand nach unten gebogen und kaum eingerissen − auch nicht im Alter, mit weißlichen Velumfasern behangen, Huthaut etwas die Lamellen überragend, teils dezentral gestielt

Lamellen: gerade angewachsen, teils schwach mit einem Zahn herablaufend, braun mit olivfarbenem Beiton, Schneiden gleichfarbig, fein gezähnelt, glitzernde Reflexe (20x-Lupe − winzige Gutationstropfen?), dünn, untermischt, leicht bauchig, Abstand normal

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Stiel: (6−)16−30 mm lang, (3−)4−5 mm dick, zum Hutansatz hin gequetscht und deshalb auf bis zu 6 mm verbreitert, gerne gekniet, Basis ohne ausgeprägte Knolle, ocker-braun, nach unten dunkler gefärbt, längsfaserig, jung mit weißlichen Velumfasern behangen

Fleisch: im Hut dünn, vor allem zum Rand hin, durchfeuchtet grau-braun, trocken ockerfarben ausblassend; im Stiel ebenso, aber zur Basis hin dunkler braun gefärbt, seidig glänzend, längsfaserig, hohl

Geruch: unspezifisch, weder süßlich noch spermatisch

Literatur

  • Gminder, G. et al. (2010): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 5. Ständerpilze: Blätterpilze III (Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 445−446.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 1003.
  • Stangl, J. (1989): Die Gattung Inocybe in Bayern. Hoppea. Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 46: 234−236.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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