• Inocybe_cf_dulcamara_2011-08-10_01Fruchtkörper neben Hauhechel
  • Inocybe_cf_dulcamara_2011-08-10_02Huthaut anliegend radialschuppig
  • Inocybe_cf_dulcamara_2011-08-10_03Lamellen oliv-gelblich bis braun

Funddaten

Kollektion: 7 Fruchtkörper   Bestimmung: Inocybe cf. dulcamara (Persoon 1801) P. Kummer 1871   Funddatum: 10.8.2011 (Wiederfund am 22.9.2013)   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Aichach-Friedberg − Kissing − Kissinger Bahngruben, Trampelpfad auf Höhe der nördlichen Bahngrube   Messtischblatt: 5142/2.2.1.3   Höhe über NN: 505 m  Ökologie: Halbtrockenrasen auf Kalkschotter neben einem Trampfelpfad, windgeschützt neben einer Hecke aus diversen Sträuchern, Fruktifikation neben einer Silberdistel (Carlina acaulis), einer jungen Hänge-Birke (Betula pendula) und Sal-Weide (Salix cf. caprea) und Gelbem Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), eingebettet in Langblättriges Tannenmoos (Abietinella abietina), im weiteren Umkreis wuchs noch die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa), vergesellschaftet mit dem Schwärzenden Saftling (Hygrocybe conica agg.)

Merkmale

Hut: 21−49 mm breit, 6−10 mm hoch, flach-konvex, am Rand wellig verbogen, freudig ocker, Oberfläche anliegend radialschuppig, jedoch nie sparrig abstehend geschuppt, Huthaut am Rand überstehend

Lamellen: gerade angewachsen, mit Zahn herablaufend, bauchig, dünn, gedrängt, untermischt, jung oliv-gelblich, bald ocker-braun, Schneiden etwas blasser

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Stiel: 38−53 mm lang, 5−7 mm dick, basal etwas verdickt, längsfaserig, bräunlich, basal weißlich ausblassend, apikal feinschuppig besetzt

Fleisch: im Hut blass ocker; im Stiel längsfaserig, hohl, mit kegelförmigem Zapfen, der vom Hutfleisch in den Stiel ragt, ähnlich wie beim Flockigstieligen Rettich-Fälbling (Hebeloma sinapizans)

Geruch: erdig, dumpf, muffig

Literatur

  • Gminder, G. et al. (2010): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 5. Ständerpilze: Blätterpilze III (Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 395−396.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 984.
  • Stangl, J. (1989): Die Gattung Inocybe in Bayern. Hoppea. Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 46: 37−38.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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