• Entoloma_sodale_2008-06-15_1Eine Gruppe Fruchtkörper
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_2Zwei Fruchtkörper
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_3Hut mit Sporenablagerung
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_4Schuppig aufgerissene Huthaut
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_5Lamellen und Stielansatz
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_6Lamellentrama
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_7Sporen
  • Entoloma_sodale_2008-06-15_8Basidie (Sporenständer)

Funddaten

Kollektion: 7 von ca. 30 Fruchtkörpern   Bestimmung: Entoloma sodale Kühner & Romagnesi 1954 ex Noordeloos 1982   Funddatum: 15.6.2008   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Augsburg − Königsbrunn − NSG Stadtwald Augsburg, Königsbrunner Heide auf der Auslichtung zwischen „Kernheide“ und „Hasenheide“   Messtischblatt: 7731/1.4.2   Höhe über NN: ca. 510 m   Ökologie: Magerwiese mit Tendenz zum Halbtrockenrasen auf Kalkschotter mit teils ausgeprägter Erdschicht und Totholz (meist Wurzelreste der gefällten Nadelhölzer), zur Hauptblütezeit im Sommer massenhaft mit der weißblütigen Ästigen Graslilie (Anthericum ramosum) bedeckt; gesellig im sonnig exponierten Bereich in der hohen Gras- und Krautschicht fruktifizierend

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Habitus: rüblingsartig (collybioid)

Hut: 8−28 mm im Durchmesser, 7−16 mm hoch, halbkugelig und stumpf gebuckelt bis glockig, braun, gerieft, angedrückt schuppig, vor allem im Zentrum, trocken hellgrau-ocker ausblassend, Huthaut marginal überstehend, am Rand teils eingerissen

Lamellen: fast frei, bauchig, untermischt, dünn, im Alter gerne gestaucht-wellig, Schneiden glatt, jung weißlich, bald durch das Spp. rosa getönt

Sporenpulver: rosa-bräunlich

Stiel: 5,3−7 cm lang, 1,5−1,5 x 3 mm, zylindrisch, teils gefurcht, glatt erscheinend, doch unter der Lupe mit fein längsfaseriger Struktur und kurzen sowie weißen Härchen (nicht poliert), blau-grau mit lila Reflex, apikal ausblassend, basal weißfilzig und bis zu 1/3 der Stiellänge hinauf bereift

Fleisch: im Hut extrem dünn, im äußeren Drittel praktisch fehlend, weiß; im Stiel längsfaserig, seidig glänzend, hohl, weiß

Geruch: unangenehm stechend chemisch

Mikroskopische Merkmale

Lamellentrama: regulär, Hyphen 4−5,5−7,5−(8) µm breit, hyalin, Septen ohne Schnallen, Hyphenwände an den Septen abgerundet

Basidien: (31−)34,5−36−38(−39) x 11,5−13−15(−16) µm, keulig, 4-sporig, dünnwandig, hyalin, ohne Basalschnallen

Sporen: (9−)9,5−10,5−11,5 x (6,5)−7−7,5−8(−8,5) µm, Quotient = 1,2−1,4−1,6; (6−)7(−8)-eckig, heterodiametrisch, mit einem großen oder mehreren kleineren Öltropfen gefüllt, dünnwandig, glatt, ohne Keimporus, rosa, inamyloid

Pleuro-Zystiden: keine gefunden

Cheilo-Zystiden: (17,5−)19−28−34,5(−38) x (17,5−)19−28−34,5(−38) µm, keulig, die Mehrzahl gestielt ballonförmig (sphaeropedunculat), dünnwandig, hyalin

Caulo-Zystiden: keine gefunden

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 575−576.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 536.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd 4. Eugen Ulmer, Stuttgart: 171.
  • Ludwig, E. (2007): Pilzkompendium, Bd. 2. Beschreibungen. Die größeren Gattungen der Agaricales mit farbigem Sporenpulver (ausgenommen Cortinariaceae). Fungicon, Berlin: 425–427.
  • Noordeloos, M. E. (1992): Entoloma s. l. Fungi Europaei, Vol. 5, Edizioni Candusso, Alassio: 532−534.
  • Vesterholt, J. (2002): Contribution to the knowledge of species of Entoloma subgenus Leptonia. Fungi non delineati XXI: 10, 40, 58−59.

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Weicher Ritter

Weißblättriger Weichritterling (Melanoleuca rasilis var. leucophylloides)

In der Königsbrunner Heide am Rand eines Trampfelpfads wächst standorttreu der Weißblättrige Weichritterling. Er besitzt einen ockerfarbenen, bereits jung flach ausgebreiteten Hut mit weißen und eng stehenden Lamellen.

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Mottenkugeln im Wald

Mottenkugel-Lederrindenpilz (Scytinostroma portentosum)

Trotz des rindenpilzartigen Aussehens ist der Mottenkugel-Lederrindenpilz um ein paar Ecken mit den Täublingen verwandt. Er ist relativ bunt, bereift, oftmals großflächig und riecht penetrant nach Naphtalin.

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Rezension: Handbuch für Pilzsammler

Doppelseite mit SteinpilzartenAndreas Gminders „Handbuch für Pilzsammler“ richtet sich an ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als ihre Funde mit den abgedruckten Fotos zu vergleichen. Die darin enthaltenen Bestimmungsschlüssel und Artporträts ermöglichen es den Leserinnen und Lesern rund 340 mitteleuropäische Arten anhand von Merkmalen und Lebensräumen zu bestimmen. Ist eine Art nicht enthalten, lassen sich die Funde oft für weitergehende Recherchen einer Gattung oder Artengruppe zuordnen.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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