• Arrhenia_sp_1_Fm_Heide_Sued_HGrWUebPl_2012-11-18_1Fruchtkörper braun, hygrophan
  • Arrhenia_sp_1_Fm_Heide_Sued_HGrWUebPl_2012-11-18_2Lamellen kaum querverbunden
  • Arrhenia_sp_1_Fm_Heide_Sued_HGrWUebPl_2012-11-18_3Vegetationsarmes Habitat

Funddaten

Kollektion: 3 Fruchtkörper   Bestimmung: Arrhenia sp.   Finderin: Julia Kruse   Funddatum: 18.11.2012   Fundort: D − BY − Oberbayern − München-Freimann − Fröttmaninger Heide, nördlich der beiden Stadtteile „Schwabing Nord“ und „Freimann“ unweit der Allianz Arena des FC Bayern (Münchner Schotterebene im Teilbereich der Garchinger Schotterzunge), ehem. Handgranatenwurfübungsplatz   Messtischblatt: 7735/4.3.2   Höhe über NN: 495 m   Ökologie: offene Ruderalstelle aus Split (Quarz, Ziegel und anderes Gestein) partiell mit Geneigtem oder Gekieltblättrigem Spiralzahnmoos (Tortella inclinata) bewachsen, nachgewiesene Arten in der Nähe des Fundorts sind der Geröll- oder Gefaltete Adermoosling (Arrhenia rickenii), der Gezonte oder Spatelförmige Adermoosling (A. spathulata) und der Rotbraune Nabeling (Omphalina cf. pyxidata)

Merkmale

Hut: 4–8 mm im Durchmesser, 2–3 mm hoch, schokoladen- bis dunkelbraun, etwa 1/3 des Radius' durchscheinend gerieft, in der Mitte dunkler, Rand überstehend und umgeschlagen, Oberfläche radialfaserig eingewachsen, hygrophan, jung kaum genabelt sondern flach niedergedrückt, im Alter leicht genabelt, zentral fast feinschuppig aufgerissen, feucht etwas speckig glänzend

Lamellen: schwach herablaufend bis gerade angewachsen, etwas blasser als der Hut, fein weiß behaart, kaum queraderig verbunden, Abstand normal, gerade bis schwach bauchig, mit Lameletten untermischt, Schneiden glatt und etwas dunkler

Stiel: 10–12 mm lang, 2/3–1 1/3 mm dick, wie der Hut gefärbt, zylindrisch, nach unten verjünt, schwach s-förmig bis geschwungen

Fleisch: im Hut dünn, aber kaum häutig; im Stiel längsfaserig, etwas glasig

Geruch: unauffällig, unspezifisch

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 179 ff.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 252 ff.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Ulmer, Stuttgart: 476 ff.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 23 ff.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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