• Geoglossum_cookeanum_2007-10-01_01Frk. flach, oben verbreitert...
  • Geoglossum_cookeanum_2007-10-01_02...und wulstig längsgerippt
  • Geoglossum_cookeanum_2007-10-15_01Oberfläche rau und trocken

Funddaten

Bestimmung: Geoglossum cookeanum Nannfeldt 1942   Funddatum: 1.10.2007   Fundort: D – BY – Schwaben – Lkr. Augsburg – Königsbrunn – NSG Stadtwald Augsburg, Königsbrunner Heide, im Teilbereich „Hasenheide“ nahe des Ölbachquelltopfs   Messtischblatt: 7731/1.4.2   Höhe über NN: ca. 510 m   Ökologie: Halbtrockenrasen auf kalkhaltigem Lechschotter mit dünner Lössauflage; Schwerpunkt der Fruktifikation war eine um ca. 20 cm abfallende und etwa 3 m lange, der Sonne abgewandte Fläche (quasi eine halbe Mulde) mit relativ dichtem Grasbewuchs; in der Umgebung konnten Arten wie die Geweihförmige Wiesenkoralle (Clavulinopsis corniculata), der Braungrüne Zärtling (Entoloma incanum), der Dattelbraune Ellerling (Cuphophyllus colemannianus) und der [[Papageigrüner Saftling|Papageigrüne Schleimsaftling (Gliophorus psittacinus)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Fruchtkörper: 3–4,5 cm lang, 3–4,5 cm breit, basal 2–5 x 2 mm verjüngt, zungenförmig, unregelmäßig verbogen/geschlängelt, überwiegend längs gerippt, wulstig und/oder faltig, Oberfläche matt und trocken, schwarz-braun

Mikroskopische Merkmale

Asci: 155–169,5 x 17–23 µm, hyalin, 8-sporig

Sporen: (61,5–)63–74,5 x (4–)5–5,5(–6,5) µm, Quotient = 12,5; länglich, geschwungen ähnlich einem Sensenblatt, an beiden Enden schmäler, jedoch mit einem stumpfen und einem zugespitzten Ende, glatt, überwiegend 7-fach septiert, Kammern jeweils mit einem großen Öltropfen gefüllt, braun pigmentiert; unreife Sporen mit wenigeren Querwänden und deshalb meist unregelmäßig großen Kammern, ganz jung septenlos und hyalin

Paraphysen: deutlich schlanker als die Asci, braun aber heller als die Sporen pigmentiert, verklebt wirkend, Enden septiert und an den Speten eingeschnürt, perlenkettenartig

Anmerkungen

Bestimmung

Die Länge der Asci weicht teilweise von Literaturangaben ab: Baral (2005) gibt in seinem Schlüssel 197–245 µm an, also deutlich längere Werte. Gerhardt (2002) liegt mit seinen Angaben von 180–200 µm schon näher an den Ergebnissen. Dennis (1978) beziffert die maximale Länge auf 180 µm, Hansen & Knudsen (2000) nennen 150–180 µm – letztere Angaben passen perfekt.

Literatur

  • Baral, H.-O. et. al (15.10.2005): In Vivo Veritas. DVD v3-1.
  • Dennis, R. W. G. (1978): British Ascomycetes. Gantner Verlag, Vaduz (LI): 95.
  • Gerhardt, E. (2002): BLV Handbuch Pilze. BLV, München: 574.
  • Hansen, L. & H. Knudsen (2000): Nordic Macromycetes, Vol. 1. Ascomycetes. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 180.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

Zum Porträt...

Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

Zum Porträt...

Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

Zum Porträt...

Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

Zum Porträt...

Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

Zur Buchbesprechung...

Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

Zur Bauanleitung...

Zum Seitenanfang