• Hygrocybe_conica_agg_2013-09-22_01Hut kegelig, schwach faltig
  • Hygrocybe_conica_agg_2013-09-22_02Druckstellen schwärzend
  • Hygrocybe_conica_agg_2013-09-22_03Lamellen angeheftet, gelb
  • Hygrocybe_conica_agg_2013-09-22_04Rote Tupfen im lichten Grün
  • Hygrocybe_conica_agg_2013-09-22_05Initialer Kalkmagerrasen

Funddaten

Kollektion: 3 Fruchtkörper   Bestimmung: Hygrocybe conica agg. (Schaeffer 1774 : Fries 1821) P. Kummer 1871   Funddatum: 22.9.2013   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Aichach-Friedberg − Kissing − Kissinger Bahngruben, auf der Erweiterungsfläche südwestlich der beiden Gruben   Messtischblatt: 5142/2.2.1.3   Höhe über NN: 505 m   Ökologie: Kalkschotterfläche mit spärlicher Bodendeckung, von Westen etwas windgeschützt durch einen begrünten Erdwall

Merkmale

Hut: 17–25 mm breit, 10–19 mm hoch, kegelig, schwach unregelmäßig gefaltet, gelappt, Rand die Lamellen überragend, bei jungen Exemplaren zum Stiel hin gewölbt und später nach unten gebogen, gebördelt, nur kurz und schwach durchscheinend gerieft, Oberfläche glatt, matt, fein eingewachsen radialfaserig (20x-Lupe), ein wenig klebrig, orange bis kirschrot, an Druckstellen und Verletzungen schwärzend

Lamellen: angeheftet, deutlich bauchig, untermischt, zum Rand hin wellig verbogen, selten gegabelt, jung völlig gelb, im Alter am Hutboden blass orange und zur Schneide hin ins Gelb verlaufend, Schneiden glatt und gelb, auf Druck schwärzend

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Stiel: 37–45 mm lang, 3–4 mm dick, basal bis zu 5 mm keulig erweitert, dort mit Sandpartikeln behaftet, zylindrisch, bisweilen abgeflacht und gefurcht, eingewachsen längsfaserig (20x-Lupe), matt, orange, unteres Stielende weißlich ausblassend, auf Druck schwärzend

Fleisch: im Hut dünn, in der Mitte bis zu 2 mm dick, am Rand praktisch fehlend, wässrig, gelblich; Im Stiel längsfaserig, wässrig, gelblich mit orangfarbener Stielrinde, im Alter am Hutansatz hohl gekammert

Geruch: angenehm, etwas säuerlich

Literatur

  • Boertmann, D. (2010): The genus Hygrocybe, 2nd ed. Fungi of Northern Europe, Vol. 1. Svampetryk, Tilst (DK): 168 ff.
  • Candusso, M. (1997): Hygrophorus s. l. Fungi Europaei, Vol. 6. Edizioni Candusso, Alassio: 404 ff.
  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 145.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 266−267.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 45 ff.
  • Ludwig, E. (2012): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 3. Die übrigen Gattungen der Agaricales mit weißem Sporenpulver. Fungicon, Berlin: 272 ff.

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

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Rezension: Handbuch für Pilzsammler

Doppelseite mit SteinpilzartenAndreas Gminders „Handbuch für Pilzsammler“ richtet sich an ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als ihre Funde mit den abgedruckten Fotos zu vergleichen. Die darin enthaltenen Bestimmungsschlüssel und Artporträts ermöglichen es den Leserinnen und Lesern rund 340 mitteleuropäische Arten anhand von Merkmalen und Lebensräumen zu bestimmen. Ist eine Art nicht enthalten, lassen sich die Funde oft für weitergehende Recherchen einer Gattung oder Artengruppe zuordnen.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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