• Entoloma_cf_ochreoprunuloides_2013-05-30_01Fund aus 5/2013
  • Entoloma_cf_ochreoprunuloides_2013-05-30_02Huthaut überhäutet wirkend
  • Entoloma_cf_ochreoprunuloides_2013-05-30_03Lam. angeheftet, Hut rissig
  • Entoloma_cf_ochreoprunuloides_2014-09-02_01Fund aus 9/2014
  • Entoloma_cf_ochreoprunuloides_2014-09-02_02Blick auf die Hutunterseite

Funddaten

Kollektion: 1 Fruchtkörper   Bestimmung: Entoloma cf. ochreoprunuloides Morgado & Noordeloos 2013   Finderin: Waltraud Kunze   Funddatum: 2.9.2014 (Wiederfund vom 30.5.2013)   Fundort: D − BY − Schwaben − Augsburg-FirnhaberauFirnhaberauheide, nördlicher Teil   Messtischblatt: 7531/3.4.1   Höhe über NN: 463 m   Ökologie: Kalkhalbtrockenrasen, in der hohen Krautschicht unmittelbar neben einem Strauch, unweit großer Schwarz-Pappeln (Populus nigra bzw. Populus x. canadensis)

Merkmale

Habitus: ritterlingsartig (tricholomatoid)

Hut: 7,5 cm breit, 1 cm hoch, flach gewölbt, nicht kreisrund, etwas eingedellt und dadurch lappig aussehend, Huthaut eingewachsen radialfaserig, glatt, silbergrau mit bräunlichem Reflex, im Zentrum dunkler

Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, bauchig, ungegabelt, mit Lameletten untermischt, dünn, mit feinen aderigen Runzeln, gedrängt, Schneiden glatt und unregelmäßig schwach gekerbt, Schneiden wie die Lamellenfläche blass rosa gefärbt

Stiel: 8 cm lang, 13 mm dick, leicht gekniet, eingewachsen längsfaserig, seidig glänzend, grau, an der Basis schmutzig weißlich ausblassend

Fleisch: im Hut 5 mm dick, zum Rand bis auf 1 mm ausdünnend, weiß, stellenweise gräulich-durchnässt; im Stiel längsfaserig, weißlich, ebenfalls durchnässt gräulich

Anmerkungen

Artabgrenzung

Gerhard Wölfel erinnerten die Bilder der Kollektion aus 2013 an einen Vertreter aus der Gruppe um den Lilablauen Rötling (Entoloma bloxamii). Im Zuge meiner Recherchen stieß ich u.a. auf eine Bildersammlung auf MycoDB.fr, deren abgebildete Fruchtkörper des Mehl-Rötlings (E. prunuloides) meinem Fund ähnlich sehen. Die Typusart der Rötlinge gehört in die gleiche Untersektion wie der Lilablaue Rötling. Machiel E. Noordeloos kann sich vorstellen, dass es sich bei dem Pilz möglicherweise um den Düsteren Mehl-Rötling (E. ochreoprunuloides [= E. prunuloides var. obscurum]) handelt. (Morgado et al. 2013). Dank des Wiederfunds durch meine Mutter konnte der Fund jetzt mikroskopisch abgesichert werden.

Untersuchte Kollektion

Die Beschreibung bezieht sich auf den lädierten Fruchtkörper vom 2.9.2014. Das Exemplar vom 30.5.2013 wurde lediglich ein paar Meter von der Fundstelle entfernt aufgenommen und soll die Variabilität der Art veranschaulichen.

Literatur

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Weicher Ritter

Weißblättriger Weichritterling (Melanoleuca rasilis var. leucophylloides)

In der Königsbrunner Heide am Rand eines Trampfelpfads wächst standorttreu der Weißblättrige Weichritterling. Er besitzt einen ockerfarbenen, bereits jung flach ausgebreiteten Hut mit weißen und eng stehenden Lamellen.

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Mottenkugeln im Wald

Mottenkugel-Lederrindenpilz (Scytinostroma portentosum)

Trotz des rindenpilzartigen Aussehens ist der Mottenkugel-Lederrindenpilz um ein paar Ecken mit den Täublingen verwandt. Er ist relativ bunt, bereift, oftmals großflächig und riecht penetrant nach Naphtalin.

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Rezension: Handbuch für Pilzsammler

Doppelseite mit SteinpilzartenAndreas Gminders „Handbuch für Pilzsammler“ richtet sich an ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als ihre Funde mit den abgedruckten Fotos zu vergleichen. Die darin enthaltenen Bestimmungsschlüssel und Artporträts ermöglichen es den Leserinnen und Lesern rund 340 mitteleuropäische Arten anhand von Merkmalen und Lebensräumen zu bestimmen. Ist eine Art nicht enthalten, lassen sich die Funde oft für weitergehende Recherchen einer Gattung oder Artengruppe zuordnen.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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