• cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_1Junge und helle Fruchtkörper
  • cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_2...mit Falscher Rentierflechte
  • cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_3Ausgewachsenes Exemplar
  • cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_4Astenden mit dunklen Spitzen
  • cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_5Frk. seitlich und von oben
  • cf_Clavulina_cinerea_2014-09-24_6Habitat Trockenrasen auf Kalk

Funddaten

Kollektion: einige Fruchtkörper   Bestimmung: Clavulina cinerea (Bulliard 1791 : Fries 1821) J. Schröter 1889   Funddatum: 24.9.2014   Fundort: D − BY − Schwaben − Augsburg-Firnhaberau − Firnhaberauheide, nördlicher Teil   Messtischblatt: 7531/3.4.1   Höhe über NN: 463 m   Ökologie: Kalkhalbtrockenrasen mit Übergang zum Trockenrasen, sonnig exponierter Standort; im Windschatten einer Berberitze (Berberis vulgaris) in der niederen Krautschicht aus Falscher Rentierflechte (Cladonia rangiformis), Wilder Möhre (Daucus carota subsp. carota), Echtem Labkraut (Galium verum), Gelbem Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), Gewöhnlichem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) und einem Fingerkraut (Potentilla sp.)

Merkmale

Fruchtkörper: 3−5 cm hoch, 1,5−5 cm breit, häufig ohne ausgeprägten Strunk, falls vorhanden bis zu 2 cm lang und 1,3 cm breit, Äste bis zu 1 cm dick, zylindrisch bis etwas abgeflacht, leicht gewellt bis stark geschlängelt, teils ineinander verschraubt, glatt, im Alter bisweilen mit Längsrillen und allenfalls schwach ausgeprägten Runzeln, Enden mit vielen kurzen und spitzen Fortsätzen (cristat), Basis schmutzig weißlich, stärkere Äste grau mit violettem Reflex und fein weiß bereift (Sporenpulver?), dünnere Äste schmutzig fleischrosa, Spitzen oft kontrastierend dunkelbraun eingetrocknet

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Fleisch: relativ biegsam, nicht so starr und brüchig wie bei Korallen (Ramaria sp.), wässrig weißlich

Geruch: unspezifisch, im Schnitt unangenehm chemisch

Literatur

  • Jülich, W. (1984): Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze. Kleine Kryptogamenflora, Bd. IIb/1. Basidiomyceten, 1. Teil. Gustav Fischer, Stuttgart/New York: 93.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2000): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 2. Ständerpilze: Leisten-, Keulen-, Korallen- und Stoppelpilze, Bauchpilze, Röhrlings- und Täublingsartige. Eugen Ulmer, Stuttgart: 53−54.
  • Michael, E., B. Hennig & H. Kreisel (1986): Handbuch für Pilzfreunde, Bd. 2. Nichtblätterpilze (Basidiomyzeten ohne Blätter, Askomyzeten) 3. Aufl. VEB Gustav Fischer, Jena: 308.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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