• Xerocomellus_chrysenteron_2015-09-20_1Schwaches Blauen im Anschnitt
  • Xerocomellus_chrysenteron_2015-09-20_2Rissige Huthaut im Alter

Funddaten

Kollektion: 6 Fruchtkörper   Bestimmung: Xerocomellus chrysenteron (Bulliard 1791) Šutara 2008   Finder: Christian Kunze   Funddatum: 20.9.2015   Fundort: D − BY − Oberbayern − Lkr. Dachau − Schwabhausen-Oberroth − Riedholz   Messtischblatt: 7733/2.2.2   Höhe über NN: 502 m   Ökologie: Fichtenforst (Picea abies) mit Strauchschicht aus Faulbaum (Frangula alnus), Vogelbeere (Sorbus aucuparia) und jungen Fichten, im lichten Randbereich mit Brombeeren (Rubus sect. Rubus) bewachsen   Begleitfunga: Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca)

Merkmale

Hut: 18−55 mm breit, 10−15 mm hoch, jung fast halbkugelig, bald schon flach gewölbt, mittelbraun mit olivem Beiton, Oberfläche matt, samtig, Huthaut gerne felderig aufgerissen, am Rand etwas überstehend und blass gefärbt, Fraßstellen rötlich verfärbend

Röhren: 3−8 mm lang, ausgebuchtet angewachsen, meist langgestreckt bis strichförmig kurz herablaufend, leicht vom Hutfleisch ablösbar, jung blassgelb, später grün-gelb

Poren/Röhrenmündungen: relativ groß, jung 4 pro mm, im Alter 1,5−2 pro mm, eckig, jung blassgelb, später grün-gelb, auf Druck schwach blau-grün verfärbend

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt − oliv-braun nach Literaturangaben

Stiel: 45−65 mm lang, 6−12 mm dick, nach unten bis zu 15 mm keulig verbreitert, basal etwas zugepitzt, zylindrisch, Stielrinde auf gelbem Grund rot punktiert/fein beflockt, mit bis zu 30 mm langen, 3 mm breiten und 1 mm tiefen Längsrissen, apikal gelb, Basis weißlich mit ockerfarbenem Basalmyzel

Fleisch: im Hut jung blassgelblich, später weißlich, nicht oder nur schwach blauend, unter der Huthaut dünn rötlich; im Stiel intensiver gelb gefärbt, stellenweise auch intensiver blauend, oft weinrot durchgefärbt, basal blassbräunlich

Geruch: säuerlich

Literatur und Weblinks

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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