• Hygrophoropsis_aurantiaca_2015-09-20_1Gruppenfoto
  • Hygrophoropsis_aurantiaca_2015-09-20_2Fleisch elastisch, orange-gelb
  • Hygrophoropsis_aurantiaca_2015-09-20_3Wiederholt gegabelte Lamellen

Funddaten

Kollektion: 9 Fruchtkörper   Bestimmung: Hygrophoropsis aurantiaca (Wulfen 1781) Maire 1921   Funddatum: 20.9.2015   Fundort: D − BY − Oberbayern − Lkr. Dachau − Schwabhausen-Oberroth − Riedholz   Messtischblatt: 7733/2.2.2   Höhe über NN: 502 m   Ökologie: Fichtenforst (Picea abies) mit Strauchschicht aus Faulbaum (Frangula alnus), Vogelbeere (Sorbus aucuparia) und jungen Fichten, im lichten Randbereich mit Brombeeren (Rubus sect. Rubus) bewachsen   Substrat: am Fuß einer Kiefer (Pinus sp.) im Bohrmehl eines Borkenkäfers

Merkmale

Hut: 11−42 mm breit, 6−13 mm hoch, jung fast halbkugelig, bald schon flacher gewölbt, am Rand lange zum Stiel hin umgebogen oder herabgebogen, rundlich, selten kreisrund, bisweilen mit Einschnürungen, Oberfläche matt, feinfilzig (10x-Lupe), gummiert anfühlend, Huthaut am Rand etwas überstehend, leuchtend bis gelblich-orange, zum Rand hin blasser gefärbt

Lamellen: 1−3 mm lang, herablaufend, dicht gedrängt, gerne wellig verbogen, mehrfach gegabelt, leicht vom Hutfleisch ablösbar, intensiv orange

Sporenpulver: weißlich mit blass gelblicher Komponente

Stiel: 30−42 mm lang, 2−6 mm dick, nach unten bis zu 8 x 11 mm keulig verbreitert, zylindrisch, zur Basis hin unförmiger, Stielrinde gleichmäßig blass orange, im Alter von der Basis aus allmählich schwärzlich verfärbend

Fleisch: im Hut und Stiel schwammig-weich, zunächst weißlich mit oranger Nuance, bald schon blassorange; von der Stielbasis aus im Alter schwärzlich gefärbt

Geruch: säuerlich

Literatur

  • Gminder, A. & G.J. Krieglsteiner (2001): Tricholomataceae. In: Krieglsteiner, G.J. [Hrsg.] (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler): 273−274.
  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 116.
  • Knudsen, H. & A. Taylor (2012): Hygrophoropsis (J. Schröt.) Maire. In: Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 196.
  • Kunze, A. (2012): Der Falsche Pfifferling und andere Afterleistlinge in Europa. Der Tintling 77: 86–99.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium, Bd. 1. Beschreibungen. IHW-Verlag, Eching: 190−191.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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