• Cortinarius_cf_bivelus_2015-09-26_1Komplette Kollektion
  • Cortinarius_cf_bivelus_2015-09-26_2Zwei junge Exemplare im Detail
  • Cortinarius_cf_bivelus_2015-09-26_3Blick auf Lamellen und Cortina
  • Cortinarius_cf_bivelus_2015-09-26_4Längs aufgeschnittener Frk.

Funddaten

Kollektion: 3 Fruchtkörper   Bestimmung: Cortinarius cf. bivelus (Fries 1818) Fries 1838   Funddatum: 26.9.2015   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Donau-Ries − Mertingen − Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: 421 m   Ökologie: zwischen einer Birke (Betula sp.) und einer Espe (Populus tremula), wenige Meter entfernt standen noch Rotbuchen (Fagus sylvatica) und Gemeine Fichten (Picea abies)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 35−45(−85) mm breit, 11−20(−40) mm hoch, jung halbkugelig, dann gewölbt, rund, im Alter gewellt und mit dem Rand stark nach oben gebogen, rostbraun, hygrophan, ockerfarben ausblassend, Randbereiche weit mit hellgrauem Velum befasert

Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mit Zahn marginal herablaufend, bauchig, entfernt stehend, mit Lameletten untermischt, Schneiden glatt, im Alter mit Rissen sowie vereinzelten Scharten und wie die Lamellenfläche zunächst grau, später braun bis orange-braun gefärbt, partiell mit rostfarbenen Sporenpulverablagerungen, beim überalterten Frk. teils weißlich bereift (Schimmelbefall?), hygrophan, ocker ausblassend   Cortina: deutlich ausgeprägt, hellgräulich

Sporenpulver: rostfarben

Stiel: 75−85 mm lang, 14−16 mm dick, zylindrisch, basal bis zu 21 mm keulig verdickt, gerade bis geschwungen, Oberfläche matt, grau bis schmutzig gräulich, mit hellgräulichem Velum längs überfasert

Fleisch: im Hut bis zu 7 mm dick, hellgrau mit ockerfarbener Nuance; im Stiel längsfaserig, voll, basal im Alter etwas schwammig, wie Hutfleisch gefärbt, apikal auch wässrig-dunkelgrau, basal jedoch mehr ockerfarben

Geruch: im Anschnitt deutlich nach Rettich

Mikroskopische Merkmale

Sporen [95 % • 20 • SAP • v • H2O (nat)]: 7,9−9,5−11,1(−11,7) x 4,9−5,9−6,8(−7,1) µm; mandelförmig, braun, warzig

Anmerkungen

Dokumentation

Siehe auch die Kollektion aus dem Folgejahr.

Literatur

  • Niskanen, T. & I. Kytövuori (2012): Key I: Subgen. Telamonia sects Belaustini Moënne-Locc. & Reumax, Lanigeri Melot and Niveoglobosi Kytöv., Liimat. & Niskanen. In: Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 860−862.
  • Krieglsteiner, G. J. & A. Gminder [Hrsg.] (2010): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 5. Ständerpilze: Blätterpilze III (Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 216−217.

Publikationen

Zuletzt veröffentlicht:

  • Kunze, A. (2018): Maronne lecker! Der Tintling 112. Heft 2/2018: 9–16.

In Vorbereitung:

  • Bayerische Schotterpilze im Spätherbst II. Auf Entdeckungstour in der Fröttmaninger Heide

In Planung:

  • Tremellodendropsis tuberosa – ein seltener, entfernter Verwandter des Judasohrs auf einem initialen Kalkmagerrasen bei Augsburg

Frühlingsbote

Melanoleuca cognata - Frühjahrs- oder Falber Weichritterling

Der Frühjahrs-Weichritterling ist einer der ersten Speisepilze im Jahr. Der Blätterpilz fruktifiziert vorwiegend in Nadelwäldern. Markant sind die freudig orange- bis lachsfarbenen Töne in den Lamellen der Fruchtkörper.

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Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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