• Morchella_esculenta_agg_2016-04-22_1Kopfteil braun-ocker meliert
  • Morchella_esculenta_agg_2016-04-22_2Leisten marginal heller
  • Morchella_esculenta_agg_2016-04-22_3Stiel längs gefurcht
  • Morchella_esculenta_agg_2016-04-22_4Stielbasen teils gestelzt
  • Morchella_esculenta_agg_2010-05-01Stielbasis ähnlich Mangroven
  • Morchella_esculenta_agg_2009-05-02Alveolen/Mulden jung recht groß

Funddaten

Kollektion: 3 Frk.   Bestimmung: Morchella cf. esculenta s. str. (Linnaeus 1753 : Fries 1822) Persoon 1801   Finder: Elfriede Appelt et al.   Funddatum: 22.4.2016   Fundort: D − BY − Schwaben − Kaufbeuren − auwaldartige Uferböschung   Messtischblatt: 8129/2.1.2   Höhe über NN: 665 m   Ökologie: auwaldartiger Uferbereich auf mäßig feuchtem und kalkhaltigem Boden; Baumbestand aus Rot-Buche (Fagus sylvatica) und Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior); Bodenbewuchs aus Giersch (Aegopodium podagraria) und Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)

Merkmale

Kopfteil: 50–60 mm lang, 40–55 × 45–70 cm im Durchmesser, unten meist breit ausladend und nach oben etwas verjüngt, aber runder als bei der Grauen Speise-Morchel (Morchella vulgaris), mit überwiegend gleich großen und lediglich jung bzw. im Alter am Stielansatz etwas längsgezogenen Alveolen, im Durchmesser bis zu 2,5 cm groß, am Stiel leicht ausgebuchtet angewachsen und dort mit schmaleren Alveolen, jung zunächst grau-braun mit marginal helleren Leisten, später fleckig-meliert braun und beige, matt

Stiel: 45–60 mm lang, apikal 11–18 × 17–28 mm und basal 30–35 × 20–35 mm breit, nach unten erweitert und dadurch in der Silhouette an einen Baumstumpf erinnernd, zur Basis hin gefurcht, eingedellt und bisweilen mangrovenartig gestelzt, schmutzig weißlich bis blass cremefarben, matt

Fleisch: im Kopfteil hohl mit bis zu 2 mm dicker Wandung und bis zu 17 mm breiter Alveolenschicht; im Stiel hohl mit bis zu 3 mm dicker Wandung, basal längs gefaltet und dadurch fast vollständig ausgefüllt, schmutzig weißlich bis blass cremefarben, teils etwas glasig; Innenflächen des Kopfteils und des Stiels kleiig-feinkörnig besetzt

Geruch: fein säuerlich, im Anschnitt spermatisch

Anmerkungen

Verwandtschaft und Arteingrenzung

Bei der Kollektion handelt es sich um eine der Speise-Morcheln, also eine Art aus der Sektion Morchella bzw. der Esculenta-Klade. Die Artengruppe wird im englischen Sprachraum auch als „yellow morels“ bezeichnet. Die genaue Art ist indes unklar: Morphologisch ähneln die Fruchtkörper am ehesten denen auf dem Farbfoto des Epitypus' von Morchella esculenta in Richard et al. 2015. Aber ohne DNA-Untersuchungen endet die Arteingrenzung des Funds in der Sektion Morchella.

Literatur

  • Richard, F. et al. (2015): True morels (Morchella, Pezizales) of Europe and North America: evolutionary relationships inferred from multilocus data and a unified taxonomy. Mycologia 107(2): 359–382. (zuerst online veröffentlicht im Dezember 2014)

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

Zum Porträt...

Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

Zum Porträt...

Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

Zum Porträt...

Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

Zum Porträt...

Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

Zur Buchbesprechung...

Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

Zur Bauanleitung...

Zum Seitenanfang