• Rugosomyces_chrysenteron_2016-08-06_1Verschieden alte Fruchtkörper
  • Rugosomyces_chrysenteron_2016-08-06_2Lamellen goldgelb, eng stehend
  • Rugosomyces_chrysenteron_2016-08-06_3Hut bräunlich-orange, glatt
  • Rugosomyces_chrysenteron_2016-08-06_4Farbtupfer im Moosbett
  • Rugosomyces_chrysenteron_2016-08-06_5Bodensaurer Fichtenforst

Funddaten

Kollektion: 9 Fruchtkörper   Bestimmung: Rugosomyces cf. chrysenteron (Bulliard 1792) Bon 1991   Funddatum: 06.08.2016   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Donau-Ries − Mertingen − Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: ca. 420m   Ökologie: bodensaurer Fichtenforst im Traufbereich eines bemoosten, mit Gräsern bewachsenen und selten befahrenen Waldbewirtschaftungswegs   Begleitfunga: Nadel-Stinkschwindling (Gymnopus perforans)

Merkmale

Hut: 1−4,5 cm breit, 5−8 mm hoch, rund, bei einem Exemplar an einer Stelle eingeschnürt, jung schwach gebuckelt, bald schon flach ausgebreitet und bisweilen mittig schwach vertieft, dünnfleischig, Rand eng zum Stiel hin umgebogen, im Alter scharfrandig, Oberfläche fettig-glänzend, wachsartig brüchig-rissig, dumpf orange-gelb, Mitte mit mehr Brauntönen, hygrophan, von der Mitte aus ocker-gelb ausblassend

Lamellen: schmal, nur bis zu 3 mm breit, breit bis gerade angewachsen, bisweilen etwas am Stiel herabgezogen, bogig bis gerade, allenfalls im Alter marginal bauchig, dünn, dicht gedrängt, besonders zum Rand hin mit zahlreichen Lameletten untermischt, Schneiden glatt und wie die Lamellenfläche goldgelb gefärbt

Sporenpulver: Abwurfpräparat umfasste nur wenig helles Sporenpulver; lt. Laux (2015) weiß

Stiel: 1,5−3,5 cm lang, basal 2−5 mm und apikal 4−10 mm dick, zylindrisch, geschwungen, goldgelb, unteres Stielende gelb-bräunlich

Fleisch: im Hut bis zu 8 mm dick, hellgelb, unterhalb der Huthaut intensiv gelb; im Stiel voll, wie das Hutfleisch hellgelb gefärbt, basal bräunlich

Geruch: mehlartig

Literatur

  • Bon, M. (2016): Pareys Buch der Pilze. 2. Aufl. Franckh Kosmos, Stuttgart: 166.
  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 184.
  • Kalamees, K. (2012): Rugosomyces Raithelh. Calocybe sects Pseudoflammulae Singer and Carneoviolaceae Singer. In: Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 593.
  • Laux, H. E. (2015): Der große Kosmos Pilzführer. Franckh Kosmos, Stuttgart: 170.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 44.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 138−139.

Violetter Fächer

Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)

Im Winterhalbjahr, gerne nach der Schneeschmelze im Frühling, fruktifiziert an den Ästen von Weiß-Tannen und anderen Nadelhölzern der Violettblättrige Zwergknäueling. Der kurze Stiel ist weiß zottig-behaart.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Weicher Ritter

Weißblättriger Weichritterling (Melanoleuca rasilis var. leucophylloides)

In der Königsbrunner Heide am Rand eines Trampfelpfads wächst standorttreu der Weißblättrige Weichritterling. Er besitzt einen ockerfarbenen, bereits jung flach ausgebreiteten Hut mit weißen und eng stehenden Lamellen.

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Mottenkugeln im Wald

Mottenkugel-Lederrindenpilz (Scytinostroma portentosum)

Trotz des rindenpilzartigen Aussehens ist der Mottenkugel-Lederrindenpilz um ein paar Ecken mit den Täublingen verwandt. Er ist relativ bunt, bereift, oftmals großflächig und riecht penetrant nach Naphtalin.

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Rezension: Handbuch für Pilzsammler

Doppelseite mit SteinpilzartenAndreas Gminders „Handbuch für Pilzsammler“ richtet sich an ambitionierte Einsteiger, die mehr wollen, als ihre Funde mit den abgedruckten Fotos zu vergleichen. Die darin enthaltenen Bestimmungsschlüssel und Artporträts ermöglichen es den Leserinnen und Lesern rund 340 mitteleuropäische Arten anhand von Merkmalen und Lebensräumen zu bestimmen. Ist eine Art nicht enthalten, lassen sich die Funde oft für weitergehende Recherchen einer Gattung oder Artengruppe zuordnen.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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