2006

  • Tubaria_furfuracea_2006-12-19_1Stiel mit weißem Basalmyzel
  • Tubaria_furfuracea_2006-12-19_2Velumflocken am Hutrand
  • Tubaria_furfuracea_2006-12-19_3Lamellen querverbunden

Funddaten

Bestimmung: Tubaria furfuracea (Persoon 1801) Gillet 1876, non ss. Ricken   Funddatum: 19.12.2006   Fundort: D – BY – Schwaben – Lkr. Donau-Ries – Mertingen – Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.3   Höhe über NN: 447 m   Ökologie: Senke mit kalkhaltigem und nährstoffreichem Boden unter Eschen (Fraxinus excelsior)   Substrat: am Boden liegende, durchfeuchtete Ast- und Zweigfragmente

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 14–30 mm im Durchmesser, 4–9 mm hoch, jung halbkugelig, am Rand mit spärlichen und vergänglichen Velumflocken, später flach ausgebreitet, dünnfleischig, kahl, Rand gerieft, hygrophan, braun mit fuchsiger Komponente, trocken gelb-bräunlich ausblassend

Lamellen: ± angewachsen, untermischt, entfernt stehend, hellocker, Schneiden unregelmäßig gesägt

Sporenpulverfarbe: kein Abwurfpräparat hergestellt – lt. Literatur lebhaft ockerbraun/rostbraun

Stiel: 3–5,5 cm lang, 2–3,5 mm dünn, fein längsfaserig, gebogen, im Alter leicht unregelmäßig knotig verdickt und innen hohl, faserig-brüchig, wie Hut gefärbt, evtl. eine Nuance heller, basal meist weiß-filzig

Mikroskopische Merkmale

Lamellentrama: regulär

Hyphen: mit Schnallen

Basidien: 22–25,5–29 x 6–7,5–8,5 µm; keulig, mit feinen Tröpfchen, 4-sporig

Sporen: 7–7,5–8 x 4–5–6 µm; elliptisch, glatt, ohne Keimporus, pigmentiert

Cheilo-Zystiden: 31–35,5–43 x 6–7,5–10 µm; fädig-kopfig bis bauchig, seltener flaschenförmig

Anmerkungen

Artabgrenzung

Der früher als eigene Art betrachtete Winter-Trompetenschnitzling (T. hiemalis) gilt inzwischen als Synonym des Gewöhnlichen Trompetenschnitzlings, weil die mikroskopischen Merkmale zur Abgrenzung – zylindrisch-bauchige, utriforme und nicht kopfige Cheilo-Zystiden bei T. furfuracea vs. zylindrisch-keulige, utriforme und kopfige Cheilo-Zystiden bei T. hiemalis – fließend ineinander übergehen. Diese Ansicht vertreten u. a. die Mykologen German J. Krieglsteiner und Wulfard Winterhoff.

Literatur

  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 976.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 4. Ständerpilze: Blätterpilze II (Hell- und Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 424−425.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 683−684.
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_1Frk. des Wirts und Parasits
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_2Zwei Parasitische Scheidlinge
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_3Gruppenfoto
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_4Myzelfilz und „Pilzsalat“
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_5Lamellen und Stielrinde
  • Volvariella_surrecta_2006-11-16_6Sporen im Lichtmikroskop

Funddaten

Bestimmung: Volvariella surrecta (Knapp 1829) Singer 1951 ('1949')   Funddatum: 16.11.2006   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Augsburg − Augsburg-Bergheim − Langenberg   Messtischblatt: 7630/4.4.2.1   Höhe über NN: 537 m   Ökologie: nahe des gekiesten Wegrandes auf saurem Boden unter Fichten (Picea abies); an alten und teils faulenden Fruchtkörpern der Nebelkappe (Clitocybe nebularis)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 2−4 cm im Durchmesser, 1,5−2 cm hoch, jung kugelig, später glockig bis leicht ausgebreitet und stumpf gebuckelt, teils wellig verbogen, Huthaut radialfaserig, am Rand etwas überstehend, hellgrau-silbrig, zentral leicht gilbend

Lamellen: frei, dichtstehend, untermischt, blass-grau, dann schmutzig rosa

Sporenpulver: fleischrosa

Stiel: 4−5 cm lang, innen bisweilen hohl, unteres Stieldrittel gebogen, basal mehrlappig bescheidet, Volva abstehend, grau längs-überfasert, zum Stielansatz hin flaumig

Fleisch: im Hut weißlich, im Stiel ebenfalls weißlich, längsfaserig und gilbend

Mikroskopische Merkmale

Sporen [30]: 6−8 x 3−4 µm; länglich-elliptisch, bisweilen eingedellt, glatt, dickwandig, mit Öltröpfchen

Literatur

  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 693.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 396.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 4. Ständerpilze: Blätterpilze II (Hell- und Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 285−286.
  • Rickenella_swartzii_2006-08-17_1Stielrinde fein weiß behaart
  • Rickenella_swartzii_2006-08-17_2Hutrand durchscheinend gerieft
  • Rickenella_swartzii_2006-08-17_3Stiel am Lamellenansatz bläulich

Funddaten

Bestimmung: Rickenella swartzii (Fries 1815) Kuyper 1984   Funddatum: 17.8.2006   Fundort: D − BY − Schwaben − Lkr. Donau-Ries − Mertingen − Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: 410 m   Ökologie: Grünstreifen im Moospolster am nördlichen Waldrand

Merkmale

Hut: 4−12 mm im Durchmesser, 1−3 mm hoch, jung glockig, später ausgebreitet flach, stets mit eingesenktem Scheitel oder genabelt, dünnfleischig, gerieft, zentral dunkelblau-braun gefärbt, sonst braun und zum Rand hin ausblassend

Lamellen: herablaufend, bogig, untermischt, am Grund leicht anastomisierend, weißlich bis dezent cremefarben

Stiel: 3−4,5 cm lang, 1 mm dünn, mit feinen Härchen bereift, hellbraun, im oberen Stielbereich zum Hut hin dunkel blau-grau verfärbend

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 426.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 86.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 510−511.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 638−639.
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_1Ältere Fruchtkörper
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_2Jüngere Exemplare
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_3Habitat: alte Brandstelle
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_4Sporen
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_5Lamellentrama
  • Myxomphalia_maura_2006-12-14_6Basidien und Schnallen

Funddaten

Bestimmung: Myxomphalia maura (Fries 1821 : Fries 1821) Hora 1960   Funddatum: 14.12.2006   Fundort: D – BY – Schwaben – Lkr. Donau-Ries – Mertingen – Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: 430 m   Ökologie: alte, bemooste Brandstelle in einem Fichtenforst (Picea abies) auf sandigem und saurem Boden; vergesellschaftet mit dem Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 12–45 mm im Durchmesser, 4–9 mm hoch, genabelt, später trichterförmig und wellig verbogen, Rand in allen Altersstufen umgebogen, fast bis zur Mitte durchscheinend gerieft, fettig glänzend, leicht klebrig, hygrophan und von der Mitte aus strahlenförmig ausblassend, Huthaut abziehbar und dehnbar, graubraun mit dunkelbraunem Zentrum

Lamellen: gedrängt, untermischt, breit angewachsen bis kurz herablaufend, weiß bis schmutzig weißlich

Sporenpulverfarbe: weiß

Stiel: 28–50 mm lang, 1,5–4 mm dick, glänzend, braun bis dunkelbraun, am Hutansatz heller und mit weißen, kurzen Härchen besetzt

Fleisch: glasig, saftig, brüchig-faserig, ausgefüllt

Mikroskopische Merkmale

Hyphen: mit Schnallen

Lamellentrama: regulär

Basidien: 18–20,5–22 x 5–6–7 µm; keulig, 4-sporig, mit Basalschnallen und Öltröpfchen

Sporen: 5,5–6–7 x 3–4,5–5 µm; breit-elliptisch, glatt, hyalin, meist mit Öltröpfchen, amyloid

Cheilo-Zystiden: keine gefunden – sollen aber lt. Literatur vorhanden sein

Literatur

  • Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa, Teil I. Regensb. Mykol. Schr. 13: 393.
  • Ludwig, E. (2001): Pilzkompendium (Beschreibungen), Bd. 1. Die kleineren Gattungen der Makromyzeten mit lamelligem Hymenophor aus den Ordnungen Agaricales, Boletales und Polyporales. IHW-Verlag, Eching: 399−400.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 484.
  • Krieglsteiner, G. J. et al. (2001): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 3. Ständerpilze: Blätterpilze I (Hellblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 473−474.

Stattlicher Rotporer

Blaufleckender Kaiserröhrling (Imperator rhodopurpureus agg.)

Im Eichelgarten, eine ehemalige Huteweide, wächst der Gelbhütige Purpur-Röhrling. Er blaut intensiv auf Druck oder bei Verletzung, hat einen rot genetzten Stiel und ebenso gefärbte Röhrenmündungen.

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Trockenkünstler

Steppen-Trichterling (Infundibulicybe glareosa)

Im Sommer erscheint auf den kurzgrasigen Flächen der Fröttmaninger Heide der Steppen-Trichterling. Der Pilz gilt als Indikator für nährstoffarme und wärmebegünstigte Trockenrasen auf Kalkböden.

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Schotterpionier

Gefalteter Adermoosling oder Geröllnabeling (Arrhenia rickenii)

Der Gefaltete Adermoosling besiedelt auf der Fröttmaninger Heide kiesige, teils moosige Ruderalstellen, sekundär auch Mauerreste. Markant ist der gerieft-faltige Hut mit ausgeprägt querverbundenen Lamellen.

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Gold-Nuggets

Conocybe aurea - Gold-Samthäubchen

Das Gold-Samthäubchen leistet dem Oleander meiner Mutter seit 2011 Gesellschaft. Der freudig gefärbte Pilz fruktifiziert vorwiegend bei sommerlichen Temperaturen, sofern die Erde feucht gehalten wird.

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Rezension: Pareys Buch der Pilze

Pareys Buch der Pilze 2005 vs. 2016Das „Pareys Buch der Pilze“ wird auch heute noch in Kursen zur Pilzbestimmung eingesetzt. Seine Stärke sind die Bestimmungsschlüssel und insbesondere die gezeichneten Fruchtkörper. Anders als bei Fotos, die Pilze nicht immer typisch zeigen, lassen sich so alle arttypischen Merkmale herausarbeiten. Im Jahr 2016 hat der Kosmos Verlag eine Neuauflage des Klassikers herausgebracht. In der Rezension erfahrt ihr, ob sich der Kauf im Vergleich zur vorherigen Ausgabe lohnt.

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Besucherlenkung: Pilzaufsteller aus Holz

Anleitung: Pilzmotive aus Holz selbst gemachtAufstellbare Pilztafeln aus Holz sind ideal, um Pilzausstellungen, Beratungsstellen und mykologische Tagungen zu promoten. Zunächst wird eine Schablone erstellt – hierzu stehen mehrere Vorlagen kostenlos als Download parat. Nach dem Übertragen auf eine Holzplatte wird das Motiv mit einer Stichsäge ausgesägt. Danach werden die scharfen Kanten mit einer Oberfräse gebrochen. Es folgt das Grundieren und Bemalen der Tafeln. Dann werden sie mit Ständern aus Holzleisten verschraubt und aufgestellt.

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