Schwärzender SaftlingAuf Pilzsuche verschlug es mich vergangenen Sonntag bei Sonnenschein zu den Kissinger Bahngruben. Leider ließen sich dort auf dem initialen Kalkmagerrasen lediglich zwei Saftlinge und ein unbestimmter Risspilz blicken. Dafür entschädigten der spätblühende Deutsche Fransenenzian (Gentianella germanica), einzelne Nachzügler der Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata) sowie ein paar Krabbler und Flieger aus dem Insektenreich. Mehr verrate ich in meinem neuen Exkursionsbericht.

Weißlicher Keulengallertpilz (Tremellodendropsis tuberosa)Der gestrige Ortstermin mit Georg Wenger von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Aichach-Friedberg und Martin Braun vom Landschaftsarchitekturbüro Eger & Partner in Augsburg bei den Kissinger Bahngruben verlief positiv. Wir haben vereinbart, dass die Grau-Erlen (Alnus incana) im Fundbereich des Weißlichen Keulengallertpilzes (Tremellodendropsis tuberosa) auf den Stock zurückgeschnitten und nicht wie die Weidenbüsche (Salix sp.) inklusive den Wurzelstückstöcken entfernt werden. So ist im Falle einer Ektomykorrhiza der Baumpartner nach wie vor am Leben.

Weißlicher Keulengallertpilz (Tremellodendropsis tuberosa)Mitte November 2012 entdeckte Julia Kruse (Bayreuth/Barkelsby) auf der Erweiterungsfläche nordwestlich des Naturdenkmals „Neukissinger Bahngruben“ den Weißlichen Keulengallertpilz (Tremellodendropsis tuberosa). Dabei handelt es sich um den dritten gesicherten Nachweis dieser seltenen Pilzart für Bayern.

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