Ein Haar-RötlingVergangenen Samstag besuchte ich die Königsbrunner Heide. Zunächst konnte ich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei Pflegemaßnahmen beobachten – das Engagement war bemerkenswert. Highlight war die fachmännische Fällung einer Kiefer am Ostrand der Kernheide. Auf dem Weg dorthin wurde ich noch auf einen großen Hexenring aus den Fruchtkörpern des Violetten Rötelritterlings (Lepista nuda) aufmerksam gemacht. Auch das Gespräch mit dem Geschäftsführer des zuständigen Landschaftspflegeverbands war sehr informativ. Dann widmete ich mich den Pilzen auf der Auslichtung zwischen Kern- und Hasenheide. Drei neue Arten für das Areal, darunter zwei Rötlinge, sind eine gute Ausbeute. Viel Vergnügen mit dem Fotobericht!

Blüten der Sumpf-GladioleAn Frischpilze ist auf den besonnten und trockenen Schotterheiden momentan nicht zu denken. Zeit für einen kurzen Blick auf markante Blütenpflanzen in der Königsbrunner Heide: Die alljährliche Massenblüte der bundesweit und in Bayern stark gefährdeten Sumpf-Gladiole (Gladiolus palustris) [siehe Artenschutzmerkblatt des Bayerisches Landesamts für Umwelt] ist vorüber, lediglich in den schattigen Bereichen der Auslichtung zwischen Hasen- und Kernheide halten sich noch frische Blüten. Dort sind sie in ein Meer aus fragilen, weißen Blüten der Ästigen Graslilie (Anthericum ramosum) eingebettet, eine typische Art kontinentaler Steppenrasen.

Pilzhut mit der Larve einer Zwerg-/KleinzikadeIm Kopfbereich der Startseite zeigt eine animierte Bilderschau wechselnde Pilzfotos. Eine Aufnahme entstand Ende Juni 2009 in der Königsbrunner Heide und zeigt den Gesägtblättrigen Zärtling (Entoloma serrulatum). Auf dem Hut des Fruchtkörpers rechts außen befindet sich ein winziges, ockerfarbenes Objekt. Zunächst hielt ich es für das Fragment eines getrockneten Grashalms, doch bei näherem Hinsehen sind kleine Füßchen zu erkennen: ein Insekt.

Zum Seitenanfang