Kleinsporiger Specht-Tintling (Coprinopsis stangliana)Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat im April dieses Jahres das 13. Beiheft zur Zeitschrift für Mykologie herausgegeben. Darin porträtieren Matthias Lüderitz und Andreas Gminder unter der Mitarbeit von Jürgen Häffner und Patrick Leopold 19 Großpilzarten, für deren globale Erhaltung Deutschland eine hohe bzw. besonders hohe Verantwortung trägt. Die Steckbriefe jener Verantwortungsarten sollen als Basis für eine Novellierung der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) dienen. Naturschutzrechtlich sollen diese Arten dann den gleichen Status wie die FFH-IV-Anhangarten haben – ein Meilenstein für den Artenschutz von Großpilzen.

Zur Illustration des Steckbriefs über den Kleinsporigen Specht-Tintling (Coprinopsis stangliana) habe ich aus meinem Bildarchiv zwei gestackte Fotos gestiftet, die auf Seite 72 abgedruckt worden sind. Die Aufnahmen hierzu entstanden am 17.6.2008 (Einzelfruchtkörper) bzw. 24.9.2011 (zwei Exemplare) südlich von Augsburg in der Auslichtung zwischen Hasenheide und Königsbrunner Heide. Das Gebiet zählt wie die beiden Grasheiden zum Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg und ist Teil des Trinkwasserschutzgebiets. Dort fruktifizierte der Blätterpilz auf der im Halbschatten einiger Wald-Kiefern (Pinus sylvestris) gelegenen Offengrasfläche nahe des Trampelpfads. Eine mögliche Eutrophierung des kalkhaltigen Bodens durch Hunde ist deshalb nicht auszuschließen.

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