• Pilze_2017_Wochenkalender_VoderseiteVorderseite mit Täubling
  • Pilze_2017_Wochenkalender_RueckseiteRückseite mit Kollage
  • Pilze_2017_Wochenkalender_KW39Kalenderwoche 39/2017

Als Abonnent der Pilzzeitschrift „Der Tintling“ staunte ich nicht schlecht, als Anfang April 2016 das 99. Heft zusammen mit einem großformatigen Kalender (oder viel mehr umgekehrt) aus dem Schlitz meines Briefkastens schaute. Generell sprechen mich Fotokalender erst an, wenn den Bildern der nötige Platz eingeräumt wird, um beim Betrachter wirken zu können. Das ist Karin Montag hier bestens gelungen, nicht zuletzt aufgrund den tollen Aufnahmen etlicher Pilzfotografen wie Gerhard Schuster, dessen Fotos bereits seit mehreren Jahren hochwertige Monatskalender zieren und der, wie im beiliegenden Tintling auf der Seite 21 zu lesen ist, als Inspirateur des Kalenderprojekts eine wesentliche Rolle spielte.

Der Kalender misst 34,5 x 25,5 cm (L x B) und präsentiert auf der Vorderseite des stärkeren, glänzenden Umschlags einen einzelnen Grüngefelderten Täubling (Russula virescens), auf dessen Hut sich eine Fliege niedergelassen hat – ein gelungenes Detail. Auch die namensgebende grüne und in Felder aufreißende Huthaut ist zu erkennen. Das vom grünen Waldpanorama gelöste und dem Moosbett entwachsende Exemplar lässt bei mir die Gedanken um einen Waldspaziergang schweifen. Auf der Rückseite wurden eine Kurzinfo und das Impressum in eine bunte Kollage aus den Pilzmotiven des Kalenders eingebettet.

Pilze 2017 Wochenkalender KW2+3Aufgeklappt bildet der Kalender auf 34,5 x 50 cm (L x H) auf einer Doppelseite zwei Wochen ab. Er beginnt mit der letzten Dezember-2016-Woche und endet mit der ersten Januar-2018-Woche. Die Tage verlaufen vertikal in einem Streifen am linken Seitenrand und informieren nicht nur über in- und ausländische Gedenk-, Feier- und Aktionstage – laut Cover mehr als 960 an der Zahl inklusive des neu initiierten Europäischen Pilztags, der heuer erstmals am 24. September stattfindet. Trotzdem bleibt noch genügend Raum für eigene Einträge. Der Blickfang jeder Woche ist ein 25 x 18 cm großes, hochaufgelöstes Pilzfoto. Als Motive hat Karin Montag einen gelungenen Mix aus heimischen Vertretern des Pilzreichs gewählt, die mit ihrer Farben- und Formenvielfalt begeistern und darüber hinaus nicht selten für den Kochtopf geeignet sind.

Unter jedem großen Bild gibt es allerhand Wissenswertes über die vorgestellte Art, mögliche Doppelgänger und Pilzrezepte zu lesen, garniert mit ein bis zwei kleineren Fotos. Für Wissbegierige ist links unten auf jeder Seite ein QR-Code, kurz für „Quick Response Code“ (= Code für schnelle Antwort), abgedruckt. Dabei handelt es sich um ein quadratisches Feld aus kleinen schwarzen und weißen Quadraten mit drei Eckmarkierungen. Jener QR-Code kann mit Hilfe der im Smartphone integrierten Kamera und einer Scan-App erfasst werden und führt dann zum jeweiligen Artporträt auf der Website des Verlags, ohne umständlich die Webadresse eintippen zu müssen. Für stichprobenartige Tests habe ich auf meinem Android basierten Gerät den kostenlosen „QR & Barcode Scanner (QRbot)“ verwendet: Die App ist schlicht, tut was es soll und benötigt auch nur Zugriff auf die Kamera und keine anderen Geräte und Daten, wie so manches Tool der Konkurrenz.

 

Fazit: Der Preis von rund 13 Euro ist für einen Wochenkalender dieses Formats mit 54 Seiten plus die beiden Umschlagseiten ein Knaller. 1 Euro pro verkauftem Kalender wird zudem in die Förderung von jugendlichen Pilzinteressierten investiert: eine unterstützenswerte Initiative! Vermisst habe ich lediglich eine Kordel, um den Pilzkalender aufhängen zu können. Aber das ist angesichts des günstigen Preises mehr als verschmerzbar.

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