Corticium roseum agg. – Rosafarbener Prachtrindenpilz


 

Funddaten

Bestimmung: Corticium roseum Persoon 1794 agg.   Funddatum: 9.2.2008   Fundort: D – BY – RBz Schwaben Lkr. Donau-Ries Mertingen – Mertinger Forst   Messtischblatt: 7330/4.2.1   Höhe über NN: ca. 410 m   Ökologie: dunkler Fichtenforst auf saurem, frischem Boden unmittelbar an einem Waldbach   Substrat: östlich exponierte Seite eines ca. 1,5 m hohen Baumstumpfs inklusive der abgestorbenen Triebe einer Weide (Salix sp.)   Begleitfunga: Westseite mit etlichen resupinaten Fruchtkörpern des Angebrannten Rauchporlings (Bjerkandera adusta) besiedelt

 

Merkmale

Fruchtkörper: blass rosa bis weißlich, häutig bis runzelig, fest mit dem Substrat verwachsen und deshalb nur schwer ablösbar

 

Bestimmung

Lt. Literatur sollen die Frk. bei Reibung röten oder sich zumindest intensiver rosa verfärben (nicht getestet)

 

Taxonomie

Corticium roseum wurde ursprünglich 1794 von Persoon als Teil seiner neuen Gattung Corticium beschrieben. Später wurde es als Typusart der Gattung ausgewählt. (Donk 1963) Morphologische Unterschiede zwischen den Sammlungen deuteten darauf hin, dass es sich bei C. roseum um einen Artenkomplex handelt. Molekulare Untersuchungen basierend auf einer kladistischen Analyse von DNA-Sequenzen haben dies teils bestätigt. Corticium boreoroseum, C. medioroseum und C. malagasoroseum sind demnach separate Arten, während C. erikssonii und C. lombardiae Synonyme von C. roseum s. str. sind. (Ghobad-Nejhad 2021)

 

Literatur

  • Donk MA (1963) The generic names proposed for Hymenomycetes XIII. Taxon 12: 158–159.
  • Ghobad-Nejhad M, Langer E, Nakasone K, Diederich P, Nilsson RH, Rajchenberg M, Ginns J (2021): Digging Up the Roots: Taxonomic and Phylogenetic Disentanglements in Corticiaceae s.s. (Corticiales, Basidiomycota) and Evolution of Nutritional Modes. Front. Microbiol. 12: 704802. DOI:10.3389/fmicb.2021.704802
  • Jülich W (1984) Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze. Kleine Kryptogamenflora, Bd. IIb/1. Basidiomyceten, 1. Teil. Gustav Fischer, Stuttgart/New York: 128.
  • Krieglsteiner GJ, Kaiser A (2000) Laeticorticium roseum (Persoon: Fries1821) Donk1956. In: Krieglsteiner GJ (Hrsg.) Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 1. Allgemeiner Teil. Ständerpilze: Gallert-, Rinden-, Stachel- und Porenpilze: 251–252.
  • Laux HE, bearbeitet von Gminder A (2015) Der große Kosmos-Pilzführer. Franckh Kosmos, Stuttgart: 484.

 

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Mein Name ist Andreas Kunze, ich bin ein Pilzkundler aus Donauwörth (Schwaben). Ich beschäftige mich gerne mit Wiesenpilzen wie Saftlingen und Zärtlingen. Als begeisterter Pilzfotograf finde ich einen Ausgleich zu meinem Job im IT-Support.

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