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  • Arrhenia_baeospora_2013-10-23_1Undeutlich zonierte Hüte
  • Arrhenia_baeospora_2013-10-23_2Stielbasis oft schwärzlich

Funddaten

Bestimmung: Arrhenia baeospora (Singer 1977) Redhead, Lutzoni, Moncalvo & Vilgalys 2002   Funddatum: 22.10.2013   Fundort: D − BY − Schwaben − Augsburg-Firnhaberau − Firnhaberauheide, südlicher Teil, nahe der Lärmschutzwand zur Autobahn   Messtischblatt: 7531/3.4.1   Höhe über NN: 463 m   Ökologie: initialer Trockenrasen auf Kalkschotter mit lückiger, kurzer Vegetation, Echtem Tannen-Thujamoos (Abietinella abietina) und einzelnen Büscheln aus Dorniger Hauhechel (Ononis spinosa); sonnig exponierter Standort

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 5 x 8−10 mm breit, knopfförmig, flach gewölbt, bald schon nach oben gebogen und gewellt, zoniert, allenfalls schwach und kurz durchscheinend gerieft, bisweilen kerbrandig, hellgrau feinfilzig auf grau-braunem Grund, hygrophan, vom Zentrum her bräunlich ausblassend

Lamellen: gerade angewachsen bis leicht herablaufend, gerade bis schwach bogig, dünn, ungegabelt, mit Lameletten untermischt, am Grund queraderig verbunden, grau

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Stiel: 11−16 mm lang, 1−1,5 mm dick, überwiegend wellig verbogen, selten ± gerade, durchfeuchtet wässrig grau-braun, basal oft schwärzlich und weißfilzig bekleidet

Fleisch: dünn, hellgrau, im Hut zum Rand hin verjüngend, im Stiel wattig ausgefüllt

Geruch: unspezifisch, doch im Anschnitt deutlich mehlartig bzw. nach Salatgurke

Mikroskopische Merkmale

Sporen [95 % • 10 • LQP • v • H2O (nat)]: 3,6−7−10,4 x 1,5−3,3−5 µm, MW-Konfidenzgrenzen (95 %, l av x b av) = 7 ±1,07 x 3,3 ±0,53 µm; elliptisch bis tropfenförmig, hyalin, glattwandig

Legende:
95 % = Konfidenzintervall; Messwerte wurden statistisch mit Smaff ausgewertet
LQP = Lamellenquetschpräparat
V = vital
H2O (nat) = Präparation in Leitungswasser

Anmerkungen

Gefährdung

Aufgrund der winzigen und farblich unscheinbaren Fruchtkörper kann der Pilz leicht übersehen werden. Ludwig (2001) stuft den Kleinsporigen Adermoosling als sehr selten ein, wenngleich er die Verbreitung in Europa als unzureichend bekannt erachtet. Auch Karasch & Hahn (2010) bewerten Arrhenia baeospora in der Roten Liste gefährdeter Großpilze Bayerns als extrem selten (Kategorie R). Darunter verstehen die Autoren:

extrem seltene bzw. sehr lokal vorkommende Arten (derzeit in Bayern in weniger als 5 TKs nachgewiesen), deren Bestände in der Summe weder lang- noch kurzfristig abgenommen haben und die auch nicht aktuell bedroht, aber gegenüber unvorhersehbaren Gefährdungen besonders anfällig sind.

Sie raten deshalb zu:

einer engmaschigen Beobachtung, um ggf. frühzeitig geeignete Schutz- und Hilfsmaßnahmen einleiten zu können, da bereits kleinere Beeinträchtigungen zu einer starken Gefährdung führen können. Jegliche Veränderungen des Lebensraumes dieser Arten sind zu unterlassen.

Literatur

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