Inhaltsverzeichnis[Anzeigen]
  • Inocybe_sp_2013-06-16_01Fruchtkörper dieser Kollektion
  • Inocybe_sp_2013-06-16_02Hutfarbe teils mit Rosttönen
  • Inocybe_sp_2013-06-16_03Lamellen mit weißen Schneiden
  • Inocybe_sp_2013-06-16_05Fruchtkörper im Längsschnitt
  • Inocybe_sp_2013-06-16_06Wuchs zwischen Sonnenröschen

Funddaten

Kollektion: 7 Fruchtkörper   Bestimmung: Inocybe cf. vulpinella Bruylants 1970   Funddatum: 16.6.2013   Fundort: D − BY − Schwaben − Augsburg-Firnhaberau − Firnhaberauheide, südlicher Teil   Messtischblatt: 7531/3.4.1   Höhe über NN: 463 m   Ökologie: Initialer Halb- bis Trockenrasen auf Kalkschotter mit dünner Lössauflage, teils vollständig ohne Oberboden mit blankem Schotter und lückiger Vegetation, sonnig exponierter Standort, gen Süden offen, westlich und östlich durch dichte stehende Bäume und Büsche gesäumt und im Norden durch die Lärmschutzwand zur Autobahn Stuttgart−München begrenzt; Fruktifikation inmitten von Kolonien des Gelben Sonnenröschens (Helianthemum nummularium), eingebettet in Langblättriges Tannenmoos (Abietinella abietina), im Umkreis wuchsen außerdem Nickendes Leimkraut (Silene nutans), Weidenblättriges Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare) und Dornige Hauhechel (Ononis spinosa). Etwa 8 m vom Fundort entfernt stand noch das ca. 2 m hohe Gebüsch einer Lavendel-Weide (Salix eleagnos)

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Hut: 12–23 mm breit, 6–8 mm hoch, bereits kurz nach dem Aufschirmen polsterförmig, bald flach konvex, teils dezentral und zentral gestielt, auf ockerfarbenem Grund mit feinen und zum ungerieften Rand hin mehr auffasernden, braunen Schüppchen bedeckt (20x-Lupe), jung insgesamt braun erscheinend mit rostfarbener Komponente, im Alter bis auf die Hutmitte mit mehr Ocker und dadurch entfernt an den Rostgelben Körnchenschirmling (Cystoderma jasonis) erinnernd, Huthaut die Lamellen etwas überragend, nur selten eingerissen, jung mit weißlichen Cortinaresten behangen

Lamellen: gerade am Stiel angewachsen, mit Lamelletten untermischt, s-förmig (am Rand bogig und in Stielnähe bauchig), braun, jung blass bräunlich-grau mit oliver Nuance, Schneiden weiß und feinschartig

Sporenpulver: kein Abwurfpräparat angefertigt

Stiel: 21–35 mm lang, 2–3 mm dick, schlank keulig, basal bis zu 4 mm erweitert, gerne gekniet, ein Exemplar invers, d. h. nach unten schmäler und oben am Hutansatz bis zu 6 mm aufgeblasen, fein längs überfasert, hell bräunlich-grau und mit dem Hut kontrastierend

Fleisch: im Stiel die oberen 2/3 oder komplett hohl mit einer bis zu 1,5 mm dicken Wand, Hohlraum auf Höhe des Hutansatzes am größten und wie ein auf der Spitze stehendes Dreieck geformt, ocker, seidig glänzend, längsfaserig, nahtlos ins Hutfleisch übergehend, im Hut etwas blasser ockerfarben, matt und ohne erkennbare Faserrichtung

Geruch: unspezifisch

Mikroskopische Merkmale

Lamellentrama: regulär

Hyphen: Septen mit Schnallen

Basidien: schlank keulig, 4-sporig

Sporen [95 % • 20 • LQP • E • H2O (nat)]: 8,8–10–11,3(–11,7) x 4,3–5,5–6,8(–7,4) µm; elliptisch-oval, selten etwas eingeschnürt, glatt, braun

Hutdeckschicht: Hyphen inkrustiert und intrazellulär braun pigmentiert, Septen mit Schnallen, liegende Hyphen mit abstehenden Büscheln

Legende:
95 % = Konfidenzintervall; Messwerte wurden statistisch mit Smaff ausgewertet
LQP = Lamellenquetschpräparat
QPR = Quetschpräparat
E = Exsikkat
H2O = Präparation in Leitungswasser

Literatur

  • Gminder, G. et al. (2010): Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 5. Ständerpilze: Blätterpilze III (Dunkelblättler). Eugen Ulmer, Stuttgart: 445−446.
  • Knudsen, H. & J. Vesterholt (2012): Funga Nordica, 2nd ed. Agaricoid, boletoid, clavarioid, cyphelloid and gastroid genera. Nordsvamp, Kopenhagen (DK): 1003.
  • Stangl, J. (1989): Die Gattung Inocybe in Bayern. Hoppea. Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 46: 234−236.
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