Inhaltsverzeichnis[Anzeigen]
  • Verpa_bohemica_1_2016-04-07Kurzstielig mit glockigem Hut
  • Verpa_bohemica_2_2016-04-07Dickster Frk. der Kollektion
  • Verpa_bohemica_3_2016-04-07Gestrecktstieliges Exemplar
  • Verpa_bohemica_4_2016-04-07Kurzhütiger Fruchtkörper
  • Verpa_bohemica_5_2016-04-07Variante mit gelapptem Hut
  • Verpa_bohemica_6_2016-04-07Stiel innen weiß-wattig bis hohl
  • Verpa_bohemica_7_2016-04-07Gut getarnt in der Laubstreu:
  • Verpa_bohemica_8_2016-04-07ein runzeliger, gefleckter Hut
  • Verpa_bohemica_9_2016-04-07Giersch, Busch-Windröschen...

Funddaten

Kollektion: 5 von 11 Frk.   Bestimmung: Verpa bohemica (Krombholz 1828) J. Schröter 1893   Funddatum: 7.4.2016   Fundort: D − BY − Schwaben − Meitingen − Auwald am Lech   Messtischblatt: 7431/1   Höhe über NN: ca. 430 m   Ökologie: auwaldartiger Uferstreifen auf frischem, kalkhaltigem Boden; Baumschicht hauptsächlich bestehend aus Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior) und Schwarz-Pappeln (Populus nigra oder Bastard-Pappel (P. ×canadensis) mit eingestreuten Linden (Tilia sp.); Strauchschicht vornehmlich aus Weißdorn (Crataegus sp.) und Schwarzem Holunder (Sambucus nigra); Bodenbewuchs überwiegend aus Giersch (Aegopodium podagraria) und Busch-Windröschen (Anemone nemorosa), außerdem Trupps der Gewöhnlichen Schuppenwurz (Lathraea squamaria)

Merkmale

Kopfteil: 2,5–9 cm lang, 2,2–4,5 cm im Durchmesser, an der Spitze 1,5–3,5 cm breit, glockig bis walzenförmig, nur an der Stielspitze angewachsen, sonst frei hängend und den Stiel scheidenartig umgebend, mit ausgeprägt wulstigen sowie teils gegabelten Längsrippen und schwächeren, verschlungenen Querrippen, gelb-bräunlich bis dunkelbraun, seltener hell und dunkel gefleckt und dadurch auf dem Boden nur schwer auszumachen, im Alter mit dunkelbraun bis schwarz-braun und strichartig eintrocknenden Rippen, dem Stiel zugewandte Innenseite glatt bis kleiig, weißlich bis blass ockerfarben

Sporenpulver: ocker-gelb

Stiel: 7,5–14,5 cm lang, unregelmäßig zylindrisch, im unteren Stielbereich bisweilen längs gefurcht, 11–19 mm breit, zum Hutansatz hin marginal verjüngt, zunächst weißlich, dann hellocker mit schnutzig rosa Farbtönen, Oberfläche quer feinschuppig gebändert bis flockig genattert

Fleisch: Rippung/Runzeln des Huts bis zu 8 mm dick; im Stiel wattig-weiß ausgefüllt, im Alter hohl gekammert, Stielwand bis zu 2 mm dick, weißlich bis hellocker, teils glasig, sowohl im Hut als auch Stiel wachsartig-brüchig

Geruch: schwach und im Anschnitt intensiv spermatisch

Anmerkungen

Artabgrenzung

Die Böhmische oder Runzel-Verpel zählt zur Morchelverwandtschaft (Morchellaceae). Anders als bei Morcheln (Morchella sp.) ist der Hut jedoch nur an der Stielspitze angewachsen. Ähnlich sieht die Käppchen- oder Halbfreie Morchel (Morchella semilibera) aus, deren Hut jedoch ± zur Hälfte mit dem Stiel verwachsen ist. Auffallend ist zudem die körnig-kleiige Stieloberfläche, während die Böhmische Verpel eine quer feinschuppig gebänderte bis flockig genatterte Oberfläche besitzt. Typisch für Verpeln ist zudem der wattig ausgefüllte, im Alter auch hohl gekammerte Stiel, wohingegen der Stiel bei Morcheln von Beginn an vollständig hohl ist.

Untersuchte Kollektion

Aufgrund der 5-tägigen Lagerung der Kollektion im Kühlschrank, um die Farbe des Sporenpulvers zu ermitteln, weichen die Stiellängen durch den erfolgten Streckungsprozess der Fruchtkörper von den am Funddatum aufgesammelten Exemplaren ab.

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